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Religionslehre

by sonnja last modified 06.09.2011 18:50

 

Synagoge Meditationsraum Moschee1 Moschee2

Moschee3 Moschee4 Moschee5 Moschee6 Moschee7

Es wird sowohl katholische als auch evangelische Religionslehre unterrichtet.

Die ökumenische Kooperation, die vom neuen Lehrplan ausdrücklich gefordert wird, wird an unserer Schule vor allem in den außerunterrichtlichen Aktivitäten verwirklicht. So gibt es ökumenische Gottesdienste jeweils zu Beginn und am Ende des Schuljahres, einen Abiturgottesdienst und Frühschichten im Meditationsraum jeweils im Advent und in der Fastenzeit.

Angenommen werden auch unsere „Stillen Pausen“. Als neues Angebot in der Schulpastoral bieten wir vor Weihnachten und Ostern Andachten für Kollegen/Personal an, die gut besucht werden.

Unsere Exkursionen schließlich betreffen jeweils sogar eine ganze Jahrgangsstufe und tragen zur interreligiösen Begegnung bei: Alle Schüler der 9. Klassen fahren in die Synagoge nach München oder Augsburg, alle Siebtklässler in die Moschee nach Penzberg.

 

Rückblick auf das Schuljahr 2010/11


Dieses Schuljahr hatten wir mit einem Gottesdienst begonnen, in dem dieses mit einer Mountain-Bike-Strecke verglichen wurde. Nun stehen wir am Ende des Schuljahres und hatten offenbar die passende Ausrüstung, denn die Strecke war heuer sehr anspruchsvoll.

Der doppelte Abiturjahrgang hat auch bei der Fachschaft Religionslehre für ein erweitertes Angebot gesorgt. So konnten wir heuer zwei feierliche Abiturgottesdienste feiern, die sich wieder einmal dadurch aus der Reihe der übrigen Schulgottesdienste hervorhoben, dass sie wesentlich von Ideen der Schüler geprägt waren.

Davon abgesehen hielten wir uns an das bewährte Konzept: Ein Anfangsgottesdienst für die Fünftklässler, der von den Sechsklässlern gestaltet wurde und einer für die Schüler ab Klasse7. Ein Schlussgottesdienst wird das Schuljahr abrunden.

Vor Weihnachten konnten wir wieder einen Gottesdienst für die ganze Schule anbieten. Das stellt eine große organisatorische Herausforderung dar und die Unterstützung aller Kollegen, für die wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken möchten. Sehr schön war, dass viele Kollegen sich in einer gemeinsamen Andacht am letzten Schultag vor Weihnachten auf das bevorstehende Fest einstimmten.

Im Advent und der Zeit vor Ostern fanden wieder Frühschichten in unserem Meditationsraum statt.

Und in der Woche vor den Osterferien feierten die siebenten und achten Jahrgangsstufen wieder einen Jugendkreuzweg.

Abgesehen von diesen liturgischen Elementen haben wir weitere Highlights im Rahmen des Religionsunterrichts zu verzeichnen.

Traditionellerweise fanden die Fahrten in die Synagoge (heuer wieder Augsburg) für alle Neuntklässler statt, sowie die Fahrt in eine Moschee für alle Schüler der siebenten Klassen.

Immer wieder laden wir Gäste ein, die den Religionsunterricht bereichern. So kamen jüdische Schülerinnen, die bei dem Projekt "Likrat" ("in Begegnung") mitmachen zu den Schülern der neunten Klassen, um sich über ihren Alltag befragen zu lassen. Den Zehntklässlern berichtete eine Hospizhelferin über ihre Erfahrungen und Schüler der Siebenten durften einem Pater aus Ettal alle Fragen rund ums Klosterleben stellen.

Vor wenigen Tagen konnten wir in einem würdigen Gottesdienst unsere ersten G8-Abiturienten verabschieden. Dabei haben wir symbolisch eine Reisetasche gepackt und dabei überlegt, was im Leben wichtig ist. Bald packen alle ihre Reisetasche und so gelten der gesamten Schulfamilie unsere guten Wünsche mit dem Pauluswort, das wir auch den Abiturienten mitgegeben haben: "Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei" (1 Kor 13,13).

 

„Einer trage des anderen Last.“ (Gal 6,2) Wahlunterricht "Caritative Projekte"


In diesem Schuljahr konnte ein Wahlunterricht "Caritative Projekte" eingerichtet werden, in dem zwei bestehende Projekte zusammengeführt wurden: Zum einen die freie Arbeitsgemeinschaft "Patenkinder", die seit einigen Jahren am SGM bestand und zum anderen die Spenden zugunsten der Haitikinderhilfe, mit denen angesichts des schrecklichen Erdbebens im Januar 2010 begonnen worden war.

In der Theorie haben wir uns mit den Ländern beschäftigt, aus denen unsere Patenkinder kommen. Das war zum einen Kamerun in Afrika, wo unser ältestes Patenkind Delice lebt,

Nicaragua, „das Land der tausend Vulkane“, wo unser Patenkind Marlon herkommt, und schließlich Ecuador und unser Patenkind Byron. Und dann haben wir uns noch über die Situation auf der Karibikinsel Hispaniola erkundigt, deren einer Teil dem armen Haiti gehört.

Wir haben weiterhin Briefe an die Patenkinder geschrieben und welche von ihnen erhalten. So haben wir viel Interessantes über die Kinder in anderen Ländern erfahren. Wir konnten es gar nicht glauben, dass Kindern in Ecuador das Händewaschen beigebracht werden muss und sich Kinder in Kamerun unglaublich freuen, wenn sie einmal ein Schulbuch geschenkt bekomme.

Des Weiteren haben wir uns mit den Organisationen beschäftigt, die wir mit unseren Aktionen unterstützen. Dabei haben wir gelernt, wie man die Zuverlässigkeit solcher Organisationen beurteilen kann. Unsere Spenden gehen an World Vision (www.worldvision.de), Plan International (www.plan-deutschland.de) und die Haitikinderhilfe (www.haitikinderhilfe.de).

Der größte Teil unserer Arbeit bestand aber in den konkreten Aktionen, mit denen wir das Geld verdient haben: Musik aus dem Würfel, Elternsprechtage, Pausenverkauf während der Theateraufführungen

Solche Aktionen bedeuten auch im Vorfeld viel Arbeit. Es muss geklärt werden, was eingekauft werden muss, wer mithilft, wie viele Kuchen gebacken werden, werden den Schlüssel für den Kiosk holt usw. Die Teilnehmer des Wahlunterrichts wurden tatkräftig unterstützt von vielen "freien Mitarbeitern", die im letzten Jahr die Aktionen für Haiti unterstützen hatten und einfach weitermachen wollen.

Barbara Bierprigl - Gabriele Kohler